Instagram Repost: Beiträge und Reels reposten
Instagram Repost erklärt: So teilst du fremde Feed-Beiträge und Reels mit der nativen Repost-Funktion, in deiner Story oder per Collab-Post — inklusive Hinweisen zu Urheberrecht und dem, was der Creator sieht.
Instagram Repost in 3 Schritten: Öffne einen öffentlichen Feed-Beitrag oder ein Reel, tippe auf das Repost-Symbol (zwei Pfeile im Kreis) unter dem Inhalt und bestätige mit „Reposten“. Der Beitrag landet im Repost-Tab deines Profils, bleibt dem Original-Creator zugeordnet und kann deinen Followern im Feed angezeigt werden.
Was ist ein Repost auf Instagram?
Ein Repost ist das erneute Teilen eines fremden Feed-Beitrags oder Reels mit deinen eigenen Followern, wobei der Inhalt dem ursprünglichen Creator zugeordnet bleibt. Seit 2025 bietet Instagram dafür eine eigene Repost-Funktion, sodass du keine Screenshots oder Drittanbieter-Apps mehr brauchst.
Lange Zeit war Instagram die einzige große Plattform ohne echten Repost-Button — anders als X (früher Twitter) mit dem Retweet oder TikTok mit seiner Repost-Funktion. Wer einen Beitrag weiterverbreiten wollte, konnte ihn nur in die eigene Story packen oder per Direktnachricht verschicken. Mit dem nativen Repost hat sich das geändert: Reposts haben jetzt einen festen Platz im Profil und werden vom Algorithmus wie eine Empfehlung behandelt. Wie Feed, Explore und Algorithmus grundsätzlich zusammenspielen, liest du in unserem Grundlagen-Artikel Wie funktioniert Instagram?.
Native Repost-Funktion: Feed-Beitrag oder Reel reposten
Die Repost-Funktion steht für Feed-Beiträge (Fotos, Karussells) und Reels von öffentlichen Accounts zur Verfügung. So gehst du vor:
- Öffne den Beitrag oder das Reel, das du teilen möchtest — im Feed, auf der Explore-Seite oder direkt im Profil des Creators.
- Tippe auf das Repost-Symbol. Es sitzt zwischen Kommentar- und Teilen-Symbol und zeigt zwei Pfeile, die einen Kreis bilden. Bei Reels findest du es in der rechten Symbolleiste.
- Füge optional eine Notiz hinzu. Instagram blendet eine kleine Sprechblase ein, in die du einen kurzen Kommentar schreiben kannst — etwa, warum du den Inhalt empfiehlst.
- Bestätige mit „Reposten“. Das Symbol färbt sich, und Instagram zeigt kurz „Repostet“ an.
Der Repost erscheint anschließend in einem eigenen Repost-Tab auf deinem Profil (neben Beiträgen, Reels und Markierungen). Zusätzlich kann Instagram den Inhalt deinen Followern im Feed anzeigen — mit dem Hinweis, dass du ihn repostet hast. Wichtig: Der Repost ist kein neuer Beitrag. Likes, Kommentare und Aufrufe werden dem Original zugerechnet, nicht deinem Profil.
Repost rückgängig machen: Tippe beim Original oder im Repost-Tab einfach erneut auf das Repost-Symbol. Der Repost verschwindet sofort aus deinem Profil.
Kein Repost-Symbol zu sehen? Dann ist der Account meist privat, der Beitrag wurde gelöscht oder archiviert, oder deine App ist nicht aktuell. Instagram rollt Funktionen zudem schrittweise aus — ein App-Update löst das Problem in den meisten Fällen.
Repost in die Story
Der Klassiker unter den Repost-Wegen funktioniert weiterhin und ist ideal, wenn du einen Inhalt nur für 24 Stunden hervorheben willst:
- Tippe unter dem Beitrag oder Reel auf das Teilen-Symbol (Papierflieger).
- Wähle „Zu deiner Story hinzufügen“.
- Instagram öffnet den Story-Editor mit dem Beitrag als Sticker. Du kannst Größe und Hintergrund anpassen, Text, Musik oder GIFs ergänzen.
- Tippe auf „Deine Story“ oder teile nur mit „Enge Freunde“.
Der Sticker verlinkt automatisch auf den Original-Beitrag; Betrachter gelangen mit einem Tipp dorthin. Bei Reels wird in der Story eine Vorschau abgespielt. Willst du eine fremde Story weiterverbreiten statt eines Feed-Beitrags, gelten andere Regeln — die findest du in unserem Ratgeber Stories auf Instagram weiterteilen.
Repost ohne Funktion: Screenshot, Collab-Post, Repost-Apps
Nicht immer passt der native Repost — etwa wenn du einen Inhalt dauerhaft als eigenen Beitrag im Raster haben möchtest. Diese Alternativen gibt es:
Screenshot oder Bildschirmaufnahme
Technisch kannst du jedes Bild per Screenshot und jedes Video per Bildschirmaufnahme speichern und neu hochladen. Die Qualität leidet jedoch, und der Bezug zum Creator geht verloren. Rechtlich ist das die heikelste Variante: Ohne Erlaubnis des Urhebers darfst du fremde Fotos und Videos nicht als eigenen Beitrag veröffentlichen.
Collab-Post
Mit der Collab-Funktion veröffentlichen zwei (oder mehr) Accounts einen Beitrag gemeinsam. Der Inhalt erscheint dann in beiden Profilen, Likes und Kommentare werden zusammengeführt. Das ist der sauberste Weg für Kooperationen, Kundenbeiträge oder gemeinsame Kampagnen — setzt aber voraus, dass der Creator die Einladung beim Erstellen annimmt. Nachträglich lässt sich ein fremder Beitrag nicht zum Collab-Post machen.
Repost-Apps
Apps wie „Repost for Instagram“ laden Beiträge herunter und versehen sie mit einem Credit-Hinweis. Seit es die native Funktion gibt, sind sie weitgehend überflüssig. Viele dieser Apps verlangen weitreichende Zugriffsrechte oder sogar deine Login-Daten — das verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von Instagram und kann zu Einschränkungen deines Kontos führen.
Rechte-Hinweis: Ein Credit („📸 @creator“) in der Bildunterschrift ersetzt keine Erlaubnis. Wer fremde Inhalte als eigenen Beitrag hochlädt, braucht die Zustimmung des Urhebers — am besten schriftlich per Direktnachricht.
Was der Original-Creator sieht
Viele fragen sich, ob ein Repost anonym bleibt. Die kurze Antwort: nein. Beim nativen Repost passiert Folgendes:
- Benachrichtigung: Der Creator erhält eine Mitteilung, dass du seinen Beitrag oder sein Reel repostet hast.
- Repost-Zähler: In den Interaktionen des Beitrags taucht die Anzahl der Reposts auf — für Creator ein wichtiges Signal, wie gut ein Inhalt ankommt.
- Reichweite fürs Original: Alle Aufrufe, Likes und Kommentare, die über deinen Repost entstehen, fließen in die Statistik des Original-Beitrags.
- Notiz: Hast du eine Notiz hinzugefügt, ist sie für Betrachter deines Reposts sichtbar.
Beim Teilen in die Story wird der Creator ebenfalls informiert, sofern sein Account öffentlich ist. Screenshots und Bildschirmaufnahmen von Feed-Beiträgen lösen dagegen keine Benachrichtigung aus. Für Creator ist der Repost damit ein echter Hebel: Jeder Repost spielt den Inhalt einem neuen Publikum aus. Wer zusätzlich mehr Reichweite für deine Reels aufbauen möchte, verstärkt diesen Effekt — denn Reels mit vielen Aufrufen werden häufiger entdeckt und entsprechend öfter repostet.
Häufige Fehler & Urheberrecht
Damit dein Repost nicht nach hinten losgeht, solltest du diese typischen Fehler vermeiden:
- Fremde Inhalte als eigene hochladen: Das Herunterladen und erneute Posten ohne Erlaubnis ist in Deutschland eine Urheberrechtsverletzung (§ 15 ff. UrhG). Abmahnungen können schnell mehrere hundert Euro kosten — besonders bei professionellen Fotos.
- Musikrechte übersehen: Lädst du ein Reel per Bildschirmaufnahme neu hoch, können Musiklizenzen fehlen. Instagram schaltet den Ton dann stumm oder blockiert das Video.
- Unternehmensaccounts: Für Business-Profile gelten strengere Regeln. Inhalte anderer in Werbung oder Produktbeiträgen zu verwenden, erfordert eine ausdrückliche Nutzungserlaubnis.
- Zu viele Reposts: Ein Profil, das fast nur fremde Inhalte teilt, wirkt beliebig. Reposts ergänzen eigene Inhalte — sie ersetzen sie nicht.
- Personen auf Bildern: Zeigt ein Beitrag erkennbare Personen, gilt zusätzlich das Recht am eigenen Bild (§ 22 KUG).
Der native Repost ist rechtlich die sicherste Wahl, weil der Inhalt beim Original bleibt und der Creator ihn jederzeit löschen kann — dann verschwindet auch dein Repost. Langfristig wachsen Accounts am stabilsten mit einer Mischung aus eigenen Beiträgen und gezielten Reposts. Wer dabei das Follower-Wachstum für dein Profil beschleunigen will, sorgt dafür, dass jeder Repost von mehr Menschen gesehen wird.
Häufige Fragen zum Instagram Repost (FAQ)
Wie kann man auf Instagram reposten?
Tippe unter einem öffentlichen Feed-Beitrag oder Reel auf das Repost-Symbol (zwei Pfeile im Kreis) und bestätige mit „Reposten“. Optional fügst du eine kurze Notiz hinzu. Der Repost erscheint danach im Repost-Tab deines Profils und kann deinen Followern im Feed angezeigt werden.
Warum kann ich auf Instagram nicht reposten?
Meist ist der Original-Account privat — Inhalte privater Profile lassen sich nicht reposten. Weitere Ursachen sind eine veraltete App-Version, eine noch nicht vollständig ausgerollte Funktion in deinem Konto oder ein Beitrag, der inzwischen gelöscht oder archiviert wurde.
Sieht man, wer meinen Beitrag repostet hat?
Ja. Als Creator bekommst du eine Benachrichtigung, wenn jemand deinen Beitrag oder dein Reel über die Repost-Funktion teilt. Zusätzlich zeigt Instagram die Anzahl der Reposts in den Interaktionen an. Bei Screenshots oder Bildschirmaufnahmen gibt es dagegen keine Benachrichtigung.
Wie lösche ich einen Repost auf Instagram?
Öffne den Repost-Tab in deinem Profil oder den Original-Beitrag und tippe erneut auf das Repost-Symbol. Der Repost wird sofort entfernt. Der Original-Beitrag bleibt davon unberührt, und der Creator wird über das Entfernen nicht benachrichtigt.
Ist Reposten auf Instagram erlaubt?
Die native Repost-Funktion ist ausdrücklich vorgesehen und verlinkt immer auf den Original-Creator — damit bist du auf der sicheren Seite. Kritisch wird es, wenn du fremde Bilder oder Videos herunterlädst und als eigenen Beitrag hochlädst. Dafür brauchst du die Zustimmung des Urhebers, sonst drohen Urheberrechtsverletzungen und Abmahnungen.